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Polnisch ohne Mühe
Barbara Kuszmider
Assimil Verlag (1995)
ISBN 3-89625-003-5
DM 39,50
Auch erhältlich als Set mit 4 CD's für DM 198,- |
Dieses Lehrbuch fällt ziemlich aus dem Rahmen: es schert sich anfänglich
nämlich nicht sehr um die Grammatik. Man lernt ganz und gar nach der Assimil-Methode,
sprich man assimiliert, "passt sich an", lernt natürlich und intuitiv wie ein
Kind. Das wichtigste dabei ist, dass man täglich lernt - empfohlen sind 15-20 Minuten.
Das hört sich zwar sehr harmlos an, aber wie gesagt, man muss täglich dabeibleiben.
Warum das so wichtig ist? Anders als in anderen Lehrbüchern lernt man hier weniger
strukturiert und "intellektuell", sondern man meisselt sich durch lebendige
Dialoge und ständige Wiederholungen die Vokabeln und Redewendungen unauslöschbar in den
Kopf - ganz automatisch, ohne grossen Lernstress zu haben.
Das Buch ist in zweimal 50 kleine Lektionen aufgeteilt: in den ersten 50 Lektionen, der
"passiven Phase", kümmert man sich kaum um die Grammatik, es geht nur darum die
Texte zu lesen, zu verstehen, zu wiederholen und kleine Übungen zu machen. In dieser
Phase bekommt man so ein Grundgefühl für die Sprache. In der "aktiven Phase"
der nächsten 50 Lektionen steigert sich das Niveau dann etwas und zusätzlich wird zu
jeder Lektion eine Lektion der passiven Phase wiederholt um die Kenntnisse aufzufrischen.
"Polnisch ohne Mühe" ist hervorragend für Anfänger geeignet die
selbstständig lernen - nahezu Ideal eigentlich für Berufspendler die sich im Zug
langweilen :-) Es ist klein und handlich, man kann es also überall hin mitnehmen -
und sehr gut verständlich. Allerdings ist es nicht so strukturiert wie andere
Lehrbücher, in dieser Hinsicht ist es sehr eigen: eine Lektion "Heute gehen wir
Einkaufen", mit einer Auflistung sämtlicher Obst- und Gemüsesorten zum
Auswendiglernen wird man hier nicht finden - und das ist auch besser so, wenn man den
Spass am Lernen der Sprache behalten will... eben ein sehr lebendiges Buch.
Aus einer Zuschrift von Heinz Funke, 01. Juni 2001:
"Vor einigen Jahren habe ich eine kurze Reise nach Polen gemacht und mir
geschworen, erst dann wieder nach Polen zu fahren, wenn ich wenigstens hundert Worte
gelernt habe; die Erfahrung, mich überhaupt nicht in der Landessprache ausdrücken zu
können -oder Ablehnung zu verspüren, wenn ich meine Russischreste mobilisierte- war
nachhaltig. Im September diesen Jahres steht wieder eine Fahrt nach Polen (Masuren) an und
so habe ich vor knapp zwei Monaten mit dem Assimil Sprachkurs "Polnisch ohne
Mühe" begonnen. Inzwischen bin ich bei täglichen ca. 30 Minuten bei Lektion 23
angekommen und ärgere mich täglich über den saudummen Titel. Ich finde den Kurs sehr
gut, aber ohne Mühe geht es wirklich nicht. Der Kurs macht Spaß aber es bereitet mir
doch ziemliche Mühe, erst einmal die verschiedenen Zischlaute auseinander zu halten.
Glücklicherweise habe ich mich für die relativ teure Version (knapp 200 Mark) mit CD
entschieden, so kann ich am Computer üben und mit der Maus die Sätze so oft und so lange
wiederholen, bis ich sie nachsprechen kann. Das geht mit der billigeren Kassettenversion
so nicht. Außerdem lasse ich gelegentlich beim Vorsprechen und Nachsprechen einen
Kassettenrecorder mitlaufen und spiele die Kassetten beim Autofahren ab. Die Texte sind
lebensnahe Situationen im Orginaltempo gesprochen, d.h. also ziemlich schnell. Jetzt, nach
zwei Monaten bekomme ich so langsam ein Gefühl für die Sprache, meine ich jedenfalls und
jedenfalls freue ich mich immer noch auf die nächste Lektion. Im September werde ich dann
erfahren, ob sich die ganze Mühe gelohnt hat."